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Strahlenempfindlichkeit verschiedener Tumoren Drucken
Geschrieben von: Administrator   

Beispiele für die Radiosensitivität einzelner oberflächlicher Tumore:

Mastzelltumor:
sehr sensitiv

Malignes Lymphom:
sehr sensitiv, auch das nasale Lymphom der Katze (nicht-lymphoide Nasentumoren der Katze sind weit weniger sensitiv)

Orale Tumoren: speziell für diese Indikation eignet sich die Brachytherapie
o  Plattenepithelkarzinome: beim Hund gute Prognose, im Gegensatz zur Katze
o  Epulis: sehr sensitiv
o  malignes Melanom: höhere Dosis nötig, aber deutliche Verbesserung der Lebensqualität möglich; durchaus lange Residivfreiheit

Plattenepithelkarzinom des Nasenspiegels: speziell für diese Indikation eignet sich die PDT
bei der Katze gute Prognose, beim Hund etwas diffiziler

Weichteilsarkome des Hundes / Fibrosarkom der Katze: speziell für diese Indikation eignet sich die Brachytherapie
mittlere Sensitivität. Sarkome sind nicht "strahlenresistent", aber benötigen eine Anpassung der Dosis.

Interessant erscheint in diesem Zusammenhang der Hinweis des Klinikums der Uni München zur Behandlung des Fibrosarkoms des Menschen:

Zitat "  - Sarkome (Weichteiltumoren):

Sollte sich während der OP zeigen, dass keine vollständige Tumorentfernung möglich ist, besteht die Möglichkeit der Einlage von Brachytherapie-Schläuchen, über die eine lokale Dosisaufsättigung mit guter Schonung der umgebenden Strukturen möglich ist.

Dieses interdisziplinäre Therapiekonzept wird bisher nur von wenigen Universitätskliniken in Deutschland angeboten." (Zitat Ende).

(http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Strahlentherapie-und-Radioonkologie/de/behandlungsspektrum/spezialtherapien/Brachytherapie/index.html)

Auch bei unseren Tieren trifft es oft zu, dass der Tumor nicht vollständig operativ entfernt werden kann und aus diesem Grund haben wir uns zu der gleichen Methodik entschlossen.