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Allgemeines / Nebenwirkungen طباعة
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Folgende allgemeine Punkte sind zur Strahlentherapie zu sagen:

 

Oft wird der Behandlung mit Strahlen mit Vorurteilen, einem Angstgefühl und einer gewissen Ablehnung begegnet. Dies ist zwar einerseits verständlich, aber man sollte bedenken, dass viele Arten von Krebserkrankungen erst durch diese Art der Therapie geheilt werden konnten. Dies gilt v.a. bei Erkrankungen der Haut. Die moderne Strahlentherapie gilt in der Humanmedizin neben der Chirurgie und Chemotherapie als eine tragende Säule der Krebstherapie.

Wichtiger Punkt: die Fraktionierung

Für jeden Tumor muss eine bestimmte Gesamtdosis erreicht werden. Diese kann durch eine unterschiedliche Anzahl von Einzelbestrahlungen (=Fraktionen) erreicht werden. In der Humanmedizin wird meist täglich bestrahlt, um die Einzeldosis möglichst gering zu halten. Nur - beim Menschen ist meist keine Narkose nötig! Eine weitere Begründung der häufigen Fraktionierung beim Menschen liegt darin, vor allem Spätfolgen wie z.B. Fibrosierungen (Verhärtungen der Haut) vorzubeugen. Diese treten jedoch erst nach 30-40 Jahren auf, also in einem Zeitraum, den die meisten Tiere nicht erleben werden. Tiere müssen zu jeder Bestrahlung ruhig gestellt werden (Narkose) und aus diesem Grund verwenden wir höhere Einzeldosierungen mit nur 1-2 Bestrahlungen pro Woche, um die Zahl der Narkosen möglichst gering zu halten.

 

Ziel einer Strahlentherapie ist es, möglichst viele Tumorzellen abzutöten bei gleichzeitiger möglichster Schonung des umliegenden Gewebes. Letzteres wird in erster Linie durch eine Aufteilung (Fraktionierung) der Strahlendosis in schonende Einzeldosen erreicht. Dies gilt v.a. für die Bestrahlung mit sog. ionisierenden Strahlen (Röntgenstrahlen, Gammastrahlen, Elektronen). Auch UV-Bestrahlungen werden in vielen Einzelsitzungen durchgeführt. Dies kann unter Anleitung evtl. auch zuhause durchgeführt werden. Moderne Strahlentherapien wie die photodynamische Therapie erfordern oft nur eine einzige Behandlung.

Natürlich muss auch bei Strahlentherapie mit möglichen Nebenwirkungen gerechnet werden: bei Bestrahlung der Haut kann es in erster Linie zu einer Hyperämie (vermehrten Durchblutung), einem Ödem (Schwellung) und einer feuchten Ablösung der obersten Hautschichten kommen, ähnlich wie nach einem Sonnenbrand. Letzteres gilt v.a. bei Bestrahlung von außen (Linearbeschleuniger, Röntgentherapie, weniger bei Brachytherapie)

Weitere mögliche lokale Nebenwirkungen sind:

  • Pigmentveränderungen im Sinne einer Verstärkung oder Verblassung der ursprünglichen Haut- oder Fellfarbe
  • Fibrosierungen: dabei kommt es zu einer Verhärtung des Bindegewebes. Diese v.a. beim Menschen als Spätfolge bekannte Nebenwirkung sehen wir bei Tieren aufgrund der kürzeren Lebenszeit eher selten.
  • Bei Bestrahlungen in der Mundhöhle kann die Schleimhaut mit einer Entzündung (Mukositis) reagieren, aber auch diese Nebenwirkung finden wir beim Tier eher selten.

Diese Begleitsymptome sind allerdings durchaus kontrollierbar. Nebenwirkungen wie Durchfall oder Schädigung innerer Organe treten bei Bestrahlung von Hautkrankheiten nicht auf.

Strahlentherapien ermöglichen aufgrund der weitestgehenden Schonung der gesunden Haut oft ein viel besseres kosmetisches Ergebnis als chirurgische Maßnahmen. In Kombination von Strahlentherapie mit anderen Therapien wird die Prognose, also die Aussicht, die Erkrankung des Tieres zu heilen, erheblich verbessert. Diese Chance sollten wir für unsere Tiere genauso nutzen wie für den Menschen.

 

Mögliche Nebenwirkungen Wundheilungsstörung

Strahlentherapie schädigt leider auch die Fibroblasten, die man zur Wundheilung braucht, und speziell beim Fibrosarkom gilt das Ziel, die Entartung dieser Zellen zu vermeiden. Deshalb ist beim Fibrosarkom gesamt die Strahlendosis auch höher. Damit wächst leider auch die Gefahr von Wundheilungsstörungen. Hier sind wir wie in der Humanmedizin im Dilemma, zu wenig Strahlung führt zum Rezidiv, zu viel zu Wundheilungsstörungen. Nur  - die Empfindlichkeit ist von Patient zu Patient unterschiedlich und leider nicht vorhersehbar. Bei der Mehrzahl der Patienten sehen wir keine Nebenwirkungen. Das wichtigste Ziel bleibt die Vermeidung des Nachwachsens des Fibrosarkoms und darüber würden wir uns sehr freuen.