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NEU: Elektrochemotherapie (ECT) طباعة
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NEU ab November 2014: Elektrochemotherapie

 

Was ist Elektrochemotherapie? Viele Tierbesitzer haben bei der Therapievariante "Chemotherapie" ein mulmiges Gefühl. Hintergrund: sie haben Angst vor möglichen Nebenwirkungen durch die Chemotherapeutika. Dies ist nachvollziehbar und teilweise auch zutreffend.

 

Als Alternative zur Behandlung von Hauttumoren gibt es seit wenigen Jahren die Elektrochemotherapie, in der 2 Verfahren kombiniert werden: die Elektoporation und die Chemotherapie. Durch Anlegen eines örtlichen pulsierenden Stromfeldes werden die Poren der Tumorzellen geöffnet, so dass das Chemotherapeutikum (Bleomycin oder Cisplatin) in einer um das 8-10000-fache
höheren Konzentration eindringen kann, was zum Absterben der Tumorzelle führt. Die Chemotherapeutika werden beim Tier lokal verabreicht, also in und um den Tumor und mit der Elektrochemotherapie wird insofern nur ein Bruchteil der sonst üblichen Menge des Chemotherapeutikums benötigt. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen ebenso um ein Vielfaches geringer, aber die örtliche Ansprechbarkeit viel höher. Die Elektrochemotherapie ist eine sanfte, sehr wirkungsvolle Behandlung von Hautmetastasen, die durch Hautkrebs, Brustkrebs sowie Kopf- und Halstumoren entstehen. Besonders geeignet ist das Verfahren bei Erkrankungen und Metastasen, die nicht durch eine Operation entfernt werden können und auf Strahlen- oder Chemotherapie schlecht ansprechen.

 

Siehe auch:

www.hundkatzepferd.com/archive/770391/Elektrochemotherapie-–-die-lokale-„Chemo“.html

 

 

Wir werden das SENNEX VET ® - System der Firma BIONMED TECHNOLOGIES benutzen:

 

 

Link zu Anwendung:

http://bionmed.de/unsere-produkteelectrochemotherapy/sennex-tumor-therapie/die-anwendung

 

 

Link zu Verfahren:

http://bionmed.de/unsere-produkteelectrochemotherapy/sennex-tumor-therapie/das-verfahren

 

Welche Tumoren können damit behandelt werden:

  • prinzipiell auch alle Tumore, die vorher mit Chirurgie oder Strahlentherapie erfolglos vorbehandelt worden waren
  • Melanome
  • Kaposi-Sarkome (Mensch), insofern alle lymphatischen Tumore beim Tier, die diesem ähnlich sind
  • Plattenepithelkarzinome: Haut, Penis, Zunge
  • Sarkoide beim Pferd, auch fibroplastisch bis ca pflaumengroß (die größten Sarkoide sind mit der Brachytherapie am besten zu behandeln, s. dort)
  • Fibrosarkome bei Hund und Katze, auch in der Maulhöhle

 

S. auch https://www.youtube.com/results?search_query=electrochemotherapy+sarcoid

Bitte beachten: die auf diesem Video zu sehenden starken Muskelzuckungen sind bei unserem Gerät weit geringer bis nicht zu beobachten. Insofern sind damit Eingriffe beim Pferd durchaus auch in Sedation und lokaler Anästhesie möglich. Auf dem Video erkennt man die Behandlung eines Sarkoids  sehr nahe am Auge. Die Behandlung erfolgt lediglich mit Lokalanästhesie und Sedierung:

 

S. auch Behandlung Sarkoid mit Elektrochemotherapie in Sedierung

 

 

 

 

Mögliche Nebenwirkungen der ECT

 

Bei jeder Anwendung von Medikamenten oder medizinischen Verfahren muss mit Nebenwirkungen gerechnet werden.

Nebenwirkungen können sich als allgemeine Unverträglichkeiten, örtliche Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen äußern.

Die Haut kann direkt nach der Therapie gerötet und geschwollen sein und entwickelt bisweilen im Verlauf eine verstärkte Pigmentierung.

Man spricht auch von der postinflammatorischen Hyperpigmentierung.

Vorkommen können Muskelschmerzen, die durch die Stromstöße ausgelöst werden. Die Patienten können Muskelzuckungen sowie Schmerzen an der behandelten Stelle der Haut haben. Doch lassen sich die Nebenwirkungen gut behandeln.

Ebenfalls unerwünscht ist die lokale Überwärmung des Gewebes. Durch die hohe Feldkonzentration im elektrodennahen Bereich kommt es zur Erwärmung mit thermischen Läsionen, die Rötung, Ödeme und Nekrosen umfassen kann. In den bisherigen klinischen Studien zeigten sich die Läsionen lokal begrenzt und wenig schmerzhaft. Wundheilungsstörungen sind selten.

Durch Zytostatika verursachte Nebenwirkungen hängen von der jeweiligen Substanz und Dosierung ab. Die im Vergleich zur konventionellen intravenösen Bleomycintherapie verwendete Substanzmenge ist geringer. Extratumorale Effekte sind damit selten und schwach ausgeprägt.

 

Zur Sedierung von Tieren bei der Anwendung der ECT:

Oftmals ist für kleine Eingriffe nur eine Sedierung notwendig: Das Tier wird hierbei durch Medikamente ruhiggestellt. Es nimmt die Umgebung nur noch gedämpft war, ist schläfrig und reagiert nicht mehr so stark auf äußere Einflüsse. Mit dieser kann man in Kombination mit einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) auch kleinere Wunden nähen und andere kleine Eingriffe durchführen.

So können auch ausgedehntere Behandlungen am stehenden, sedierten Tier durchgeführt werden, wenn dieses sich kooperativ zeigt.

Im Extremfall können Nebenwirkungen zu erheblichen Schäden oder in seltensten Fällen zum Tod führen.

Die Praxis behält sich hinsichtlich Risiken bei der Medikamentenwahl und der Art der Medikamentenverabreichung vor, frei zu entscheiden, insbesondere intravenöse Verabreichungen durchzuführen, auch wenn es risikoärmere Verabreichungswege gibt.

Intravenöse Injektionen und Infusionen können auch bei sachgerechter Durchführung zu Schäden der Venen, Gefäßverschlüssen und Abszessen führen.

Sollten sich die vorgenannten Risiken realisieren und kein grob fahrlässiger Behandlungsfehler vorliegen, so sind sämtliche Ansprüche auf Schadensersatz auch im Hinblick auf etwaige Folgeschäden ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf Nachbesserung, Wiederholung eines Eingriff und/oder Minderung des Honorars.

Bei der Sedierung eines Pferdes besteht unter anderem das Risiko von Verletzungen durch vorübergehenden Koordinationsmangel, die Möglichkeit einer Penislähmung, von Kreislaufproblemen, Schlundverstopfung und Kolik. Nach Sedierung haben Pferde so lange zu fasten, bis sie wieder vollständig erwacht sind, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

  • Sedierung per Injektion oder Infusion: Gefahr von Kreislaufbeschwerden und Verletzungsgefahr durch Niederstürzen oder Abwehrbewegungen, Schädigung von Blutgefäßen (z.B. Venenentzündung), Möglichkeit der Ausbildung einer Kolik bei Pferden.

  • Örtliche Betäubung durch Leitungs- und Lokalanästhesie: Gefahr der Verletzung von Nerven und Blutgefäßen mit möglichen Spätschäden, wie Nervenlähmung. An Behandlungen in der unmittelbaren Nähe des Auges können Blutungen unter und hinter dem Auge auftauchen, Bildung von Hornhautschäden durch Austrocknung der Augenoberfläche, Erblindung und Infektion des Injektionsgebietes mit aufsteigender Infektion.

 

Ganz aktuell: Artikel im Fachmagazin "Der Hautarzt" - Ausgabe September 2016:

Elektrochemotherapie in der Humanmedizin

 

Elektrochemotherapie Humanmedizin